Ausbildung und Arbeitsalltag
Viele Bewerbungen von 24-Jährigen beginnen mit einem Wunsch. Meine beginnt mit einem Arbeitsalltag. Im Ausbildungsjahr bei TELE TOP waren es rund fünf Beiträge pro Woche, und zwar vollständig: Themenidee, Recherche, Interviewpartner suchen, Termine organisieren, Kamera, Interview, Schnitt, Text, Vertonung, Online-Aufbereitung.
Die Themen konnte ich mir nicht aussuchen. Politik, Kultur, Landwirtschaft, Lokales, tagesaktuelle News und Sport. Das ist der Teil meiner Ausbildung, auf den ich am wenigsten stolz sein müsste und am meisten stolz bin: Ich kann das Handwerk auch dann, wenn mich das Thema nicht von selbst packt.
Werdegang
Fähigkeiten und Entwicklungsfelder
Ohne Prozentbalken, die wären erfunden
Sitzt
- Interviewführung
- Recherche
- Storytelling und Dramaturgie
- Schnitt, schnell und effizient
- Themenfindung
- Beitrag von A bis Z allein produzieren
- Schreiben
- Sportdaten und Statistik
Wird laufend besser
- Kamera (kann ich, ist aber nicht meine Lieblingsdisziplin)
- Stand-ups
- Vertonung und Sprechen
- Bildbearbeitung
- Social Media
- SEO und Online-Aufbereitung
- Hochdeutsch vor der Kamera
Will ich lernen
- Live-Berichterstattung
- Moderation
- DaVinci Resolve, ab Mitte September 2026
- Grosse Sportproduktionen im Team
- Sportjournalistische Tiefe über den Tagesbeitrag hinaus
Live-Berichterstattung und Moderation
Ich habe noch nie live berichtet. Ich rechne damit, dass ich beim ersten Mal nervös bin und es Versprecher gibt. Ich rechne auch damit, dass ich mich schnell daran gewöhne. Behaupten kann ich das aber erst, wenn ich es gemacht habe.
Moderation ist mein langfristiges Ziel, keine vorhandene Berufserfahrung. Am Edelweiss Cup moderiere ich Abendessen und Preisverteilung, zu Hause kommentiere ich Spiele nebenher mit. Das ist ein Anfang und mehr nicht. Was ich mitbringe, ist Freude an Sprache und Stimme; meine Mutter fand schon früh, ich sollte etwas mit Sprechen machen.
So sehen mich meine Mitmenschen
Geschrieben von meinen Eltern
«Der geborene Entertainer und Ersatz für “next Beni”. Sein Talent für Rhetorik wurde ihm in die Wiege gelegt. Ob Kommentieren des Sportereignisses oder Imitieren eines Komikers: humorvolle Zurückhaltung und pointierte schnörkellose Formulierung sind für ihn das kleine 1x1. Er trifft mit seinen Kommentaren immer ins Schwarze, sein unbändiger Charme erwärmt die Herzen von Jung & Alt, Sportler und Couchpotato.
Ein Sportlerherz, in ogni senso. Selbstverständlich versteht er sein Gegenüber und sein Umfeld schnell. Ob selbst in Aktion, als Coach oder als Zuschauer. Seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe verleiht ihm Agilität, die schnelle Adaption lässt ihn vorausschauend handeln. In Kombination mit seinem tiefen Ruhepuls brilliert er in Ausdauer und reagiert überlegt in Wort und Tat. Sportler Merkmale, die ihn zum emphatischen, cleveren und angenehmen Kommentator/Moderator/Journalist (hier könnte auch Arbeitskollege stehen) machen.»
Ich über mich
Begeistertes Lachen, rasche Adaption, scharfe angenehme Kommentare contra hohe Selbstkritik. Nervosität: eine Stärke, die viel Energie an den Tag bringt, eine Schwäche, die mich lehrt ‚in der Ruhe liegt die Kraft‘.
Sprachen, Technik, Praktisches
Sprachen
- Schweizerdeutsch: Muttersprache, vor Kamera und Mikrofon sicher
- Hochdeutsch: gut, vor der Kamera mit mehr Routine noch sicherer
- Englisch: sehr gut, Interviews problemlos möglich
- Französisch: Grundkenntnisse, im Militär angewendet
- Verständigung mit Gehörlosen: keine Gebärdensprache im formalen Sinn, aber mit gehörlosen Grosseltern aufgewachsen; mit gehörlosen Menschen kann ich mich gut unterhalten
- Italienische Wurzeln, aber nur ein paar Worte Italienisch. Das zähle ich nicht als Sprachkenntnis.
Technik
- Schnitt: EDIUS
- DaVinci Resolve ab Mitte September 2026
- Kamera, Ton, Licht im VJ-Alleinbetrieb
- Social Video, Reels, Online-Artikel, SEO
Praktisches
- Wohnhaft in Kloten
- Führerausweis Kat. B, seit rund 2,5 Jahren
- Reisebereit, auch für kurzfristige Einsätze
- Vier Jahre Hochbauzeichnen: sauber planen, ein Projekt bis zur Ausführung denken