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Motivation

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Liebes SRF-Sport-Team

Ich möchte Sportjournalist werden. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Deshalb bewerbe ich mich bei euch als Videojournalist.

Seit meinem Ausbildungsjahr bei TELE TOP weiss ich, dass mir dieser Beruf liegt. Inzwischen habe ich über 200 Beiträge produziert: von der ersten Recherche über die Interviewanfrage und den Dreh bis zum Schnitt und zur Vertonung. Oft allein, oft unter Zeitdruck und längst nicht immer zu Themen, für die ich morgens freiwillig aufgestanden wäre. Genau das hat mir aber gezeigt, dass ich Journalismus nicht nur dann gerne mache, wenn mich ein Thema persönlich interessiert. Ich will gute Geschichten machen.

Sport ist dabei meine grosse Leidenschaft. Ich habe rund 16 Jahre Unihockey gespielt und verfolge Eishockey, Fussball, Ski, Tennis und Golf. Besonders gerne beschäftige ich mich mit Zahlen, Statistiken und den Geschichten hinter den Resultaten. Mich interessiert im Sport nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem der Mensch dahinter. Die Physiotherapeutin, der Materialwart, der Nachwuchsspieler oder derjenige, der seit Jahren etwas für seinen Verein macht, ohne dass sein Name auf der Anzeigetafel steht. Genau dort entstehen für mich oft die Geschichten, die über das Resultat hinausgehen.

Ich bringe bereits einiges an journalistischem Handwerk mit: Recherche, Interviewführung, Storytelling, Schnitt und die Fähigkeit, einen Beitrag von A bis Z selbst zu produzieren. Gleichzeitig gibt es Bereiche, in denen mir noch Erfahrung fehlt. Live-Berichterstattung habe ich bisher nicht gemacht. Moderation ist für mich noch ein Ziel und keine langjährige Berufserfahrung. Auch bei Kamera, Stand-ups und vor allem bei der sportjournalistischen Tiefe möchte ich mich weiterentwickeln.

Genau deshalb bewerbe ich mich bei SRF. Ich möchte von erfahrenen Journalistinnen und Journalisten lernen, grössere Sportproduktionen kennenlernen, live arbeiten und Geschichten erzählen, die journalistisch noch etwas tiefer gehen. Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, Kritik anzunehmen und an meinen Schwächen zu arbeiten.

Den Lehrgang Videojournalismus am MAZ habe ich berufsbegleitend mit der Note 5,4 abgeschlossen. Noch wichtiger als die Note ist für mich aber, was ich seither gelernt habe: Ein guter Beitrag beginnt lange vor dem ersten Schnitt. Eine saubere Recherche, die richtigen Fragen und ein Gespür für die Geschichte sind entscheidend. Und wenn etwas nicht stimmt, muss man dazu stehen und daraus lernen.

Das habe ich auch selbst erlebt. Bei einer Recherche habe ich einmal eine Information übernommen, ohne sie ausreichend zu überprüfen. Der Fehler hat mir deutlich gezeigt, dass Geschwindigkeit im Journalismus niemals wichtiger sein darf als Sorgfalt. Solche Erfahrungen gehören für mich zum Beruf. Entscheidend ist, wie man damit umgeht und was man daraus macht.

Ich bin noch nicht der fertige Sportjournalist. Das wäre nach meiner bisherigen Laufbahn auch unglaubwürdig. Aber ich bringe Neugier, Tempo, Eigeninitiative und Freude am Geschichtenmachen mit. Ich kann selbstständig arbeiten, bin mir nicht zu schade, auch einmal eine zusätzliche Runde zu drehen, und möchte jeden Beitrag ein Stück besser machen als den vorherigen.

Ich möchte zu SRF, weil ich überzeugt bin, dass ich bei euch den nächsten Schritt machen kann. Und weil ich nicht nur davon träume, Sportjournalist zu sein, sondern bereit bin, dafür zu arbeiten.

Ich würde mich sehr freuen, euch persönlich zu zeigen, was ich mitbringe, und gleichzeitig zu lernen, was es braucht, um bei SRF guten Sportjournalismus zu machen.

Freundliche Grüsse

Romeo Marchesi
Videojournalist, Kloten